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Broken-Heart-Syndrom: Wenn Kummer uns krank macht

(Von Luca Rohleder) Das Broken-Heart-Syndrom, auch bekannt als stressinduzierte Kardiomyopathie oder Takotsubo-Syndrom, ist ein Zustand, bei dem das Herz auf emotionalen Stress reagiert und vorübergehend seine normale Funktion beeinträchtigt.



Das menschliche Herz ist nicht nur ein Organ, das unser Blut pumpen lässt. Es ist auch ein Symbol der Liebe, des Glücks und manchmal auch des Kummers.

Unser Herz ist ein Symbol unseres Wohlbefindens. Geht es uns schlecht, geht es unserem Herzen ebenso schlecht.

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Schauen wir uns zunächst einige Hintergründe an:

Broken-Heart-Syndrom: Definition

Dieses Syndrom ist eine Herzkrankheit, die durch akuten emotionalen oder physischen Stress ausgelöst wird. Die Symptome ähneln einem Herzinfarkt, obwohl keine blockierten Arterien vorliegen.

Der Begriff „Broken-Heart-Syndrom“ stammt von der Tatsache, dass die Erkrankung häufig nach belastenden Ereignissen wie dem Verlust eines geliebten Menschen, einer Trennung, einem Schock oder einer starken emotionalen Reaktion auftritt.

Vielleicht ist der Anteil der Herzerkrankungen, die durch Liebeskummer, Existenzängste oder Verlustschmerz ausgelöst werden, höher als wir denken.

Die genauen Ursachen sind noch nicht vollständig verstanden. Es wird jedoch angenommen, dass ein komplexes Zusammenspiel von Faktoren, einschließlich erhöhter Stresshormone, Entzündungsreaktionen und einer vorübergehenden Beeinträchtigung der Herzgefäße, zu dieser Erkrankung beitragen kann.

Der plötzliche Anstieg von Stresshormonen wie Adrenalin kann dazu führen, dass die Herzmuskelzellen geschädigt werden und das Herz vorübergehend seine normale Pumpfunktion verliert.

Broken-Heart-Syndrom: Symptome

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Diese emotionale Erkrankung kündigt sich ähnlich wie ein bevorstehender Herzinfarkt an, wie z.B. durch Brustschmerzen, Atemnot, schneller Herzschlag, Schwäche und Schwindel. Um dieses Syndrom von einem Herzinfarkt zu unterscheiden, werden verschiedene diagnostische Verfahren eingesetzt, darunter EKG, Echokardiographie, Magnetokardiographie (MKG) und Bluttests, um Herzschäden und andere mögliche Ursachen auszuschließen.

Die Behandlung zielt darauf ab, den Herzmuskel zu unterstützen und Komplikationen zu verhindern. In den meisten Fällen erholt sich das Herz innerhalb weniger Monate vollständig. Die Behandlung kann Medikamente zur Stabilisierung des Herzrhythmus, zur Kontrolle des Blutdrucks und zur Reduzierung von Stress umfassen. Eine gute Unterstützung des Patienten, einschließlich psychologischer Betreuung, ist ebenfalls wichtig, um den emotionalen Stress abzubauen und die Genesung zu fördern.

Die Forschung vermutet, dass schon allein eine positive emotionale Verarbeitung von Stressfaktoren die Heilungschancen signifikant erhöhen.

Da das Thema noch nicht vollständig erforscht ist, gibt es keine spezifischen Maßnahmen zur Prävention. Ein gesunder Lebensstil, der Stressmanagement, körperliche Aktivität und eine ausgewogene Ernährung umfasst, kann jedoch zur allgemeinen Herzgesundheit beitragen. Die zukünftige Forschung konzentriert sich darauf, die zugrunde liegenden Mechanismen besser zu verstehen und gezielte Behandlungsansätze zu entwickeln.

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Zusammenfassung

Das Broken-Heart-Syndrom ist ein besorgniserregendes Phänomen, bei dem die Funktion des Herzens aufgrund starken emotionalen oder physischen Stresses beeinträchtigt ist. Obwohl es sich oft wie ein Herzinfarkt anfühlt, sind die Ursachen und der Verlauf unterschiedlich. Alle Indizien sprechen jedoch dafür, dass das Thema Kummer eine wichtige Rolle spielt.

Das Verständnis dieses Syndroms kann uns helfen, die Verbindung zwischen Geist und Körper besser zu verstehen und die Bedeutung des emotionalen Wohlbefindens für unsere Herzgesundheit zu erkennen.

Möchten wir unsere körperliche Gesundheit erhöhen, sollten wir zunächst mit unserer geistigen Gesundheit beginnen.

Luca Rohleder, Autor des Wissenschaftsromans „Die Suche nach Sinn“

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