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Auch geistige Nahrung kann uns krank machen

(Von Ursula Ines Keil) Für unsere allgemeine Gesundheit spielt nicht nur unsere physische Nahrung, sondern besonders auch unsere geistige Nahrung eine entscheidende Rolle.

ursula ines keil
Ein Beitrag von Ursula Ines Keil

Zum Thema physische Ernährung ist wirklich schon viel geschrieben worden. Und so gibt es, abgesehen von Religion und Politik, kaum einen anderen Bereich, in dem so heftig über den richtigen Weg diskutiert und gestritten wird. Doch wie steht es um unsere geistige Ernährung? Darüber gibt es recht wenig zu lesen.

Die drei Aufgaben unserer Nahrung

1. Zum einen gibt es die Nahrung, die wir zur Erhaltung unseres Körpers benötigen:

Zu unseren Hauptnährstoffen zählen Kohlenhydrate, Fette und Eiweiß. Und da unser Körper wie ein kleines Kraftwerk funktioniert, lassen sich unsere Hauptnährstoffe noch nach ihren funktionellen Aspekten unterteilen. Dazu zählen die Baustoffe (Eiweiß, Mineralstoffe und Wasser), die Brennstoffe (Fette und Kohlenhydrate) sowie die Wirkstoffe (Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente).

Natürlich kommt es jetzt noch auf das richtige Verhältnis an. Dieses ist für jeden Menschen sehr individuell, je nach Typ und Alter. Das können Sie sich in etwa so vorstellen wie das passende Öl- und Kraftstoffgemisch für Ihr Auto, damit für eine lange Überlebensdauer gesorgt ist.

2. Dann gibt es noch die Nahrung, die wir für unser seelisches oder inneres Gleichgewicht benötigen:

So wird das Essen oft zum Kompensationsmittel, obwohl es nicht zur Erhaltung unseres Körpers dient. Aber auch der Partner kann zum Kompensationsmittel werden. Mit Essen zu kompensieren ist, um beim Vergleich mit dem Auto zu bleiben, ungefähr so, als würden Sie noch einen zusätzlichen Duftstoff ins Öl oder in den Kraftstoff geben, den das Auto eigentlich gar nicht braucht und was beim Körper eher zu seiner späteren Verschlackung führt. Mit dem Partner zu kompensieren heißt: „Du bist dafür verantwortlich, dass mein leerer emotionaler Tank gefüllt wird.“

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3. Des Weiteren gibt es die Nahrung für unseren Geist:

Hier stellt die Nahrungsquelle meist nicht das Essen dar, sondern das, mit dem Sie sich den ganzen Tag geistig beschäftigen. Diese Art der Nahrung ist nicht zu unterschätzen, denn sie sorgt unter anderem für unsere Vorstellungen. Und was Vorstellungen in unserem Leben so alles bewirken können, dazu habe ich bereits anhand verschiedener Beiträge einiges geschildert.

Inzwischen stellen Begriffe wie Entgiftung, Entschlackung oder Heilfasten meist keine Fremdwörter mehr dar. Und so haben einige von uns diese Methoden sicherlich auch schon einmal ausprobiert. Doch in Bezug auf unsere geistige Nahrung sieht es anders aus. Da verhalten wir uns eher so, als würden wir ununterbrochen essen. Kommt das Ihnen bekannt vor, beim Essen einmal kurz die Nachrichten anzuschauen oder die E-Mails durchzugehen?

Wie viel Fernsehen, Radio, Facebook oder Computerspiele nehmen wir täglich zu uns?

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Zum Herausfinden, kann man sich einen Tag lang, einmal ganz bewusst beobachten.

Geistige Nahrung

Entscheidend ist nicht die Menge, sondern vor allem der Inhalt. Dazu kommen die vielen Geräusche, Gerüche und Bilder die wir den ganzen Tag aufnehmen. Vieles bekommen wir gar nicht mehr mit, weil es so nebenbei läuft. Ein Grund, weshalb immer mehr Menschen, auch von geistiger Nahrung ernsthaft krank werden. Bitte bedenken Sie: Alles fließt durch unseren Organismus und kommt in unserem Nervensystem, dem Gehirn, das die Körperfunktionen letztendlich steuert, an.

Wären wir also in der Lage, jeden einzelnen Gedanken von uns in Form eines Balkendiagramms darzustellen, dann wüssten wir, warum unser Leben so ist wie es ist.

Es lohnt sich also, neben der physischen und emotionalen Nahrung, vor allem bei der geistigen Nahrung bewusst hinzuschauen.

Ursula Ines Keil, psychotherapeutischen Heilpraktikerin,
www.heilkundetherapiezentrum.de, Autorin von:

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