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Kränkungen: 8 Wege, um sie besser zu überwinden

(Von Luca Rohleder) Kränkungen, also kleine seelische Verletzungen sind allzu vertraut: Ein unbedachter Kommentar eines Kollegen, unhöfliche Reaktionen von Fremden, öffentliche Zurücksetzungen und vieles mehr. Aber oft sind solche Verletzungen nicht persönlich gemeint oder entstehen lediglich aufgrund von Frust oder anderen Problemen beim Gegenüber. Verletzungen sollten deshalb nicht zu persönlich genommen werden und nicht zu stark an einen herangelassen werden. Doch dies ist leichter gesagt als getan. Daher liste ich im Folgenden ein paar Tipps auf, damit du Kränkungen besser überwinden kannst.

Acht Tipps, wie du Kränkungen besser überwinden kannst

1. Nicht alles auf sich beziehen

Manche Menschen äußern ihre Meinung ohne vorher zu überlegen, ob ihre Worte jemanden verletzen könnten. Viele Menschen können auch Kritik nicht so geschickt äußern, dass sie eindeutig als konstruktiv erkannt wird. Wer empfindlich ist, kann kritische Kommentare schnell als Vorwürfe empfinden, obwohl sie eigentlich sachlich gemeint waren.

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2. Einen Tag darüber schlafen

Mit etwas Abstand betrachtet, erscheinen viele Situationen anders als im ersten hitzigen Moment, in dem Emotionen die klaren Gedanken überwältigen. Nach einer Verletzung solltest du erst einmal eine Nacht darüber schlafen und die Dinge aus einer gewissen Distanz betrachten.

Überlege: War es wirklich so schlimm? Oder könnten alte Emotionen hochgekommen sein, die nichts mit der aktuellen Situation zu tun haben? Fühlst du dich am nächsten Tag immer noch genauso verletzt oder ungerecht behandelt, dann sprich die Situation noch einmal an und suche ein klärendes Gespräch.

3. Gefühle ausdrücken lernen

Statt eine Verletzung in sich hineinzufressen und sich zurückzuziehen, solltest du deine Gefühle offen aussprechen. Sage der anderen Person, dass dich die Bemerkung verletzt hat. Damit gibst du der anderen Person die Möglichkeit, die Situation sofort zu klären.

Oft ist der anderen Person nicht bewusst, wie verletzend ihre Worte waren, und sie wird sich entschuldigen. Möglicherweise handelte es sich auch um ein Missverständnis, das bereinigt werden kann. Im schlimmsten Fall war die Verletzung beabsichtigt, aber du hast zumindest deine Gefühle ausgedrückt, anstatt sie in dir zu behalten.

4. Verletzung hinterfragen

Manchmal empfinden wir Dinge als Verletzungen, die eigentlich gar nicht böse gemeint sind. Beispielsweise die ehrliche Meinung eines Freundes, die anders ausfällt, als erwartet. Ein Kommentar, der eigentlich humorvoll gemeint ist, aber nicht unserem Humor entspricht. Oder berechtigte Kritik, die falsch aufgenommen wird.

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Vielleicht war die Äußerung gar nicht persönlich gemeint, sondern wurde missverstanden, ohne den Kontext zu kennen. Bevor du solche scheinbaren Verletzungen an dich heranlässt, solltest du daher hinterfragen, ob du dich zurecht als Opfer fühlst oder ob du möglicherweise einfach überempfindlich reagierst.

5. In die Lage der anderen versetzen

Versuche, die Perspektive der Person einzunehmen, die die unangemessene Bemerkung gemacht hat. Glückliche Menschen haben normalerweise keinen Grund, herablassend zu sein oder sich unfair zu verhalten.

Solche Dinge werden oft von unzufriedenen Menschen getan, die mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen haben. Vielleicht hatte die andere Person einen schlechten Tag oder sogar grundsätzlich ein schwieriges Leben, und kann deshalb nicht angemessen reagieren. Lass dich nicht von dieser Negativität anstecken.

6. Vergebung lernen

Die Fähigkeit zur Vergebung zeugt von innerer Stärke. Jeder hat mal einen schlechten Tag oder sagt in einem Moment der Wut oder Enttäuschung etwas, das später bereut wird. Deshalb solltest du nahestehenden Personen kleine Verfehlungen vergeben, anstatt nachtragend zu sein. Einen Konflikt mit einem engen Freund, einem geschätzten Kollegen oder dem Partner kannst du ansprechen und aus der Welt schaffen. Vergebung ist immer der erste Schritt zur Versöhnung.

Manchmal kann es auch eine Erleichterung sein, jemandem zu vergeben, selbst wenn du den Kontakt nicht mehr wünschst. Groll ist immer eine offene Rechnung, die du mit dir herumträgst. Indem du verzeihst, kannst du abschließen.

7. Beziehungen überprüfen

Wenn du dich von jemandem im Freundeskreis oder in der Partnerschaft wiederholt verletzt fühlst, ist es vielleicht an der Zeit, den Kontakt abzubrechen. Freunde und Partner sollten dir ein gutes Gefühl geben und dich unterstützen. Wenn es stattdessen immer wieder zu Demütigungen und seelischen Verletzungen kommt, musst du dir solche Verletzungen nicht länger gefallen lassen. Ziehe lieber einen Schlussstrich.

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8. Innere Mitte finden

Entspannungstechniken helfen dir, Verletzungen besser zu verarbeiten. Atemübungen, Yoga, Meditation und ähnliche Techniken bringen Ruhe, verbessern deinen Umgang mit Stress, erhöhen deine Gelassenheit und stärken dein Selbstbewusstsein. Durch Achtsamkeit lernst du, deine Gefühle besser zu verstehen und Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Dadurch kannst du auch Verletzungen leichter verarbeiten und Konfliktsituationen gelassener angehen.

Viel Erfolg bei der Umsetzung im Alltag!

Luca Rohleder, Netzwerkgründer und Autor von DIE SUCHE NACH SINN


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Weiterführende Quellen zum Artikel:
https://www.spektrum.de/magazin
https://www.deutschlandfunkkultur.de


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